Wilkommen!
 


VERNISSAGE: / Donnerstag, 7. Mai 2026 / 19:00

FINISSAGE mit Autorin Jutta Treiber / SO 14. Juni 2026 / Lesung J. Treiber 15:00

ST. ANNA - KAPELLE, HEILIGGEISTGASSE4, 94032 PASSAU

in Kooperation mit dem Kunstverein Passau



teilnehmende künstler:

Enzo Palumbo

hat das Diplom an der Akademie der schönen Künste in Neapel erworben, wo er jetzt als Dozent für darstellende Kunst lehrt.
Mit Einzel- und Gruppenausstellungen (Neue italienische Kunst) hat er weit über Italien hinaus Aufmerksamkeit erregt. Seine Werke finden sich in vielen bedeutenden Sammlungen.


Speziell im letzten Jahrzehnt konfrontiert uns Enzo Palumbo in seinem Werk mit dem unfertigen, nach Vollendung suchenden Mängelwesen Mensch. Welche Entwicklung wird sein „Homo
ludens“ nehmen? Das Ergebnis liegt nicht beim Einzelnen allein. Palumbos Werk verweist auf unser aller Verantwortung für die Entfaltung und Entwicklung der Spezies Mensch und der Zukunft
ganz allgemein.

Senza titolo, mixed media, 100x70, 2022


Spazio n.7, mixed media, 2019

Lucio DDT ART

Giuseppe Labriola, alias Lucio DDT ART, ist Maler, Bildhauer und Performer.
Diplom am Kunstinstitut Filippo Palizzi, Neapel; Studium „Dekoration“ und folgend Studium „Malerei“ an der Akademie der schönen Künste in Neapel; Studium Kunst und Bild an der Fakultät für Architektur Luigi Vanvitelli in Aversa.
Alles bei Lucio DDT Art ist angesiedelt in einer Zwischenwelt, eindeutig vieldeutig. Seine Mischwesen, hineingesetzt in eine mystisch-leere, kafkaeske Traumwelt, berühren in ihrer nachdenklichen Einsamkeit.
Seine Figuren und Skulpturen sind Mensch -Tier - Puppe und Alien zugleich. Die Technik ergänzt diese Vielschichtigkeit. Malerei, Graphik und Graffiti mischt er in seinen Bilder und die Skulpturen formt er aus den Fundstücken unserer Wegwerfgesellschaft.

Birgit Sauer

ist in Wien geboren. Ihr Studium absolvierte sie an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Ihre Ausstellungen führen sie vom Burgenland und Wien nach Deutschland, Frankreich, Italien, China, USA, Brasilien und andere Länder der Welt.
Ankäufe der Graphischen Sammlung Albertina, Sammlung Essl, BAWAG Foundation, BMUKK und weitere.ffgdgrdfgdrfr

„still leben. atmen.
bewusst sein
innen und außen und außen und innen
selbstermächtigt in den dimensionen
atmen. still lieben.“

 stillleben. Airbrush, Lack auf Aluminium, 2021

Cloud Crystal, Öl,auf Holz, 155x50, 2019

Florian Lang

hat an der Akademie der bildenden Künste in Wien, der Glasgow School of Art und der Marmara Universität in Istanbul studiert. Diplom 2010. Der Künstler lebt und arbeitet in Wien.
Florian Lang beschäftigt sich mit der Diskrepanz zwischen dem individualisierten Drang zur Selbstinszenierung und dem Verlorengehen des Einzelnen in der Masse. In seinen collagierten Malereien und Videos seziert er Motive aus den visuellen Medien und wesensändert sie. Dabei bricht er mit Raum, spielt mit Dimensionen und bewegt sich außerhalb normierter Formatierungen.

Germaine Muller

geboren in Petange, Luxemburg, lebt und arbeitet seit den 1960er Jahren abwechselnd in Luxemburg und Italien. In Italien absolvierte sie die Akademie der bildenden Künste in Neapel.
Regelmäßige Ausstellungen in Italien und Luxemburg, darüber hinaus vor allem in Österreich, Belgien, der Schweiz, Tschechien, Deutschland und Frankreich.
Germaine Muller lässt Räume entstehen. Zufällig und facettenreich verweben sie sich und organisieren sich zu einem offenen, weitersuchenden Ganzen. Überall gibt es Wege, die zueinander und hinaus führen in das Unbegrenzte, Erahnte jenseits der Leinwand.

LUM, mixed media mit Harz auf Holz, 80x80, 2025

Zyklus: „Mutmaßungen über das Mögliche“
Bild 1: BLAU aber keine Antwort
Acryl auf Leinen, 200x250cm, 2019

Josef R. Pauschenwein

Studium der Publizistik Uni Wien; Ausbildung zum Kunsterzieher Päd. Akademie Eisenstadt; Studium Philosophie an der UNI Wien mit Dissertation zum Thema der Kunst im Spannungsverhältnis von Werk und Deutung. Ausstellungen in Österreich, Italien, Luxemburg, Bulgarien, Deutschland und der Slowakei.
Josef Pauschenweins Arbeit kreist um den Menschen in seiner Wahrnehmung, seiner Kommunikation und Wirkweise in der Welt, seinen Träumen und seinem Scheitern. Transformiert in abstrakte Bildsprache skizziert er geistige und emotionale Aktionsräume in ihrer fragilen und fragwürdigen Relevanz. Malen ist für ihn Denken in Farbe und Form über Erinnertes, Erfahrenes und Erwartetes.

UND - UND MORGEN

UND

So isoliert dastehend, denken wir sofort ein Fragezeichen dahinter. Und was? Und? War´s das schon? Und? Was noch? Na und? Was soll´s?

Da war etwas davor, es will erinnert werden, es ist das, wonach man fragt und nach Erklärung sucht. Mit diesem Wort setzen wir die Verbindung zu den uns bewegenden Ereignissen erlebter Lebenszeit und zur Vergangenheit ganz allgemein. Und wir wählen aus.

Das UND ist zuerst ganz allgemein ein Bindewort hin zu einem Mehr. Rein aufzählend kommt einfach das eine zum anderen. Wird ihm ein Subjekt angefügt, ein ganz konkretes DAS, entwickeln sich im Sich-Einlassen auf einen bestimmten Sachverhalt allmählich Umraum und Struktur.

Bei der Frage nach dem Davor ist dieses UND unbegrenzt dehnbar – sowohl nach den Wissens- und Erfahrungsfeldern als auch der Zeit nach. Es öffnet uns ein ganzes Universum.


UND MORGEN –

Zukunftsoffen fragen wir im UND nach dem, was kommen kann und kommen wird. Wir öffnen Raum und Zeit auf ein Vermutetes, Unbekanntes hin, ganz allgemein auf ein Noch-Nicht, Aber-Dann.

Gefragt nach dem MORGEN wird es herausfordernd. Das Morgen wird mich/uns einholen, es ist schon jetzt mein/unser Morgen auf das hin wir planen. Jede Planung trägt in sich den Keim des möglichen Scheiterns, und lebt in der Hoffnung des Gelingens. Dabei transformiert sich das Und zum verantwortungsvollen: „Und was soll ich tun?“

Kann es über Kunst und mit Kunst gelingen unseren Blick im Jetzt zu schärfen? Kann über den imaginativen Raum der Kunst ein neuer, kreativer Zugang zur Lebenswelt gewonnen werden? Kann aus kontemplativer Kunstbegegnung Mut zur Eigenverantwortung wachsen? Kann die kritische Analyse neue Ideen anstoßen?

Der nicht abschätzbare, immer persönliche Kommunikationsspielraum zwischen Werk und Rezipient lässt keine schlüssigen Antworten zu diesen Fragen zu. Aber individuelle Erfahrungen erlauben es, darauf zu hoffen, dass die Besucher auf unser gemeinsames Jetzt mit Diskussion reagieren.

Josef Pauschenwein